Wehrpflicht 

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Länderportrait Ukraine

Militärdienst und Kriegsdienstverweigerung

(08.10.2023) Am 3. März 2022 hat das ukrainische Parlament nach Angaben des Pressedienstes des Parlaments den Präsidialerlass „Über die allgemeine Mobilisierung" verabschiedet und damit die allgemeine Mobilisierung der Ukraine veranlasst. Während der Mobilisierung besteht die Militärdienstpflicht für alle männlichen Staatsbürger*innen zwischen 18 und 27 Jahren, unbefristet. Zuvor war die Dauer des Militärdiensts auf 18 Monate im Allgemeinen und für Studierende auf 12 Monate begrenzt. Ebenso wurde die Möglichkeit des „Alternativen Dienstes“ mit Beginn des Krieges gestrichen.

Soldat*innen der israelischen Armee. Foto: Flickr

13 Länder, in denen Frauen und Männer zum Militärdienst verpflichtet werden

(04.07.2023) In vielen Ländern, in denen alle Staatsbürger*innen zwangsverpflichtet werden, trägt die Aufrechterhaltung der Militärdienstpflicht dazu bei, sich bei Konflikten in Bereitschaft zu halten. Einige der Länder auf dieser Liste befinden sich derzeit inmitten gewaltsamer Konflikte.

News der Bewegung für Kriegsdienstverweigerung Russland, Juli 2023

(Juli 2023) Sommer-Frühjahr-Einberufung – Änderungen Militärgesetz – MCO unterstützt Kriegsdienstverweiger*innen – MCO unterzeichnet Petition

Ehrengarde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Formation für den Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff, General

(Wieder-)Einführung der Wehrpflicht in der Golfregion

Von Soft Power zum Nation-Building

(22.06.2023) Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Auflösung der Sowjetunion haben mehr als 20 Länder die Wehrpflicht ausgesetzt oder abgeschafft. Die meisten waren entweder ehemalige Sowjetstaaten oder eng mit Moskau verbunden. Als die sowjetische Expansion zum Stillstand kam und die hochgradig angespannte und militarisierte, duale Weltordnung zu Ende ging, begannen sich die zivil-militärischen Beziehungen, die diese Zeit dominierten, zu verändern und leiteten weltweit unterschiedliche Entmilitarisierungsprozesse ein. Vor allem in Europa führte dies zu einer Verschiebung der militärischen Prioritäten. Nach der Beseitigung der unmittelbaren Bedrohung, als die militärische Bereitschaft und das Militär für die europäischen und ehemaligen sowjetischen Länder an Bedeutung verloren, begannen die jeweiligen Regierungen ihre militärische Stärke sowie die Größe des Militärpersonals zu reduzieren. Dies geschah vor allem durch die Umstellung der militärischen Rekrutierungssysteme von verpflichtend auf freiwillig – mit anderen Worten, durch die Abschaffung oder Aussetzung des obligatorischen Militärdiensts/der Wehrpflicht.